Hier findest du Fachtexte, Broschüren und praktische Materialien zu Neurodivergenz und PDA. Einige helfen dabei, PDA besser zu verstehen, andere unterstützen dich im Familienalltag oder im Austausch mit Schule und Fachpersonen.
Die meisten Dokumente kannst du kostenfrei herunterladen.
Fachtexte & Forschung

Perspektivwechsel PDA
DOKUMENT: PDF, A4, 3 Seiten
AUTORIN: Anika Tipp, Lilo Klingenberg, Kora Jünger
KEYWORDS: PDA, Perspektivwechsel PDA, PDA verstehen
PREIS: kostenlos

PDA als Ausdruck von Unsicherheitsvermeidung – Warum der Blick auf Anforderungen nicht genügt
DOKUMENT: PDF, A4, 9 Seiten
AUTORINNEN: Anika Tipp, Lilo Klingenberg, Elke van Benthum, Kora Jünger
KEYWORDS: PDA, Perspektivwechsel PDA, Anforderungen verstehen, Unsicherheitsvermeidung, PDA verstehen
PREIS: kostenlos
zu den Autorinnen
Anika Tipp – Diplom-Soziologin | Pädagogin | Mitgründerin der Brains in Mind gUG
Anika Tipp ist Diplom-Soziologin mit den Schwerpunkten Sozialpsychologie, Ethnomethodologie und Systemtheorie.
Im Jahr 2025 gründete sie gemeinsam mit drei Gesellschafterinnen die Brains in Mind gUG, um innovative Ansätze im Bereich Neurodiversität und Bildung zu fördern.
Ihr berufliches Wirken ist geprägt von einer ganzheitlichen Sicht auf kindliche Entwicklung, systemischem Denken und einem besonderen Engagement für neurodivergente Kinder und ihre Familien.
Lilo Klingenberg – Diplom in Biologie an der LMU München | Promotion am Institut für Systematische Botanik der LMU | Mitgründerin der Brains in Mind gUG
Lilo Klingenberg hat am Institut für Systematische Botanik geforscht und in der Lehre mitgearbeitet. Sie war Stipendatin der Hanns-Seidel-Stiftung.
Als Pfarrfrau bringt sie sich in vielen Bereichen der Gemeindearbeit ein und gestaltet die Öffentlichkeitsarbeit.
Neurobiologie und Neurodiversität haben sie seit dem Studium interessiert. Die Informationen durch die intensive, auch wissenschaftliche Beschäftigung mit den Themen der Neurodivergenz der letzten Jahre, bringt sie gerne in der PDA Initiative und bei Brains in Mind ein.
Elke van Benthum – Literaturwissenschaftlerin | Senior Researcher an der Universität Amsterdam | Schulleiterin | Vertreterin der Brains in Mind gUG in der Schweiz
Elke van Benthum ist promovierte Literaturwissenschaftlerin mit den Forschungsschwerpunkten historische Theaterwissenschaft und mediale Adaptationen.
Seit 2019 beschäftigt sie sich intensiv mit PDA und ist seit 2025 im Aufsichtsrat der Brains in Mind gUG, deren Interessen sie in der Schweiz vertritt.
Sie verbindet wissenschaftliches Arbeiten mit ehrenamtlichem Engagement in den Bereichen innovative Pädagogik sowie Wissensvermittlung und Beratung für neurodiverse Familien.
Kora Jünger – Diplom Visuelle Kommunikation Designerin | MFA New Geres | Co-Gründerin der PDA Initiative | Mitgründerin der Brains in Mind gUG
Kora Jünger ist diplomierte Designerin, Künstlerin und Fulbright Stipendiatin.
Die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen sieht sie in ihrer langjährigen Laufbahn als Chance für die Entwicklung von Neuem. Ganz nach dem Credo »Think outside the box«.
Das Kondensieren und Bereitstellen von relevanten Informationen und das Entwickeln von neuen Formaten der psycho-edukativen Hilfe ist ihr bei Brains in Mind gUG zu einer Herzensangelegenheit geworden.
Erweiterter EDA-Q
Information
Der »Extreme Demand Avoidance-Questionnaire«, kurz EDA-Q, ist ein Fragebogen, der 2013 von O’Nions et al. entwickelt wurde, um zu messen, inwiefern PDA-typische Verhaltensweisen bei einem Patienten oder einer Patientin vorliegen. Der englischsprachige Fragebogen ist inzwischen modifiziert worden zum EDA-8 und im Netz abrufbar; er wird auch von Eltern gerne benutzt, um eine erste Einschätzung zum Profil ihrer Kinder vorzunehmen.
Wir möchten jedoch betonen, dass es keine offiziellen Kriterien für das Diagnostizieren von PDA gibt, bzw. dass PDA keine Diagnose darstellt. Es handelt sich somit beim EDA-Q nicht um ein Diagnoseinstrument. Er sollte ausschließlich zur persönlichen Orientierung benutzt werden, ob PDA evtl. vorliegen könnte. Es wird denn auch davon abgeraten, diesen Fragebogen oder die Ergebnisse bei einem Erstgespräch mit Fachpersonal zu präsentieren.
Der EDA-Q wurde von der Betreiberin der Website »Welt aus Bausteinen« – die inzwischen nicht mehr aktiv ist – auf Deutsch übersetzt. Diese Übersetzung bildete die Grundlage für unseren Fragebogen, den wir leicht überarbeitet und um einige Fragen (z.B. soziodemografische Angaben, Fragen zum Burnout und zu Erziehungsmethoden) erweitert haben, um dann im Dezember 2023 eine erste Befragung unter den Eltern der PDA-Initiative auf WhatsApp sowie in indikationsspezifischen Instagram- und Facebook-Gruppen durchzuführen – die Übersetzung des EDA-Q ist hier abrufbar:
Ziel der Befragung war einerseits zu untersuchen, welche Items des EDA-Q sich eignen, PDA-Verhalten in einem diagnostischen Instrument abzubilden – andererseits um zu erfahren, welche Verhaltensweisen unter Familien, die den Verdacht auf PDA haben, besonders auffällig sind und wie diese verteilt sind. Wir können sagen: Die Befragung hat die Erfahrungen und Schilderungen der Familien, die wir in der PDA-Initiative erleben, quantitativ kondensiert.
Ein Resultat war unter anderem die Abbildung, dass knapp 50% der Teilnehmer:innen einen ärztlich bestätigten oder selbstdiagnostizierten Burnout bei ihren Kindern beobachten konnten, der mindestens 3 bis 6 Monate angehalten hat (25%). Sehr viele der Items, die als typisch für PDA gelten, konnten mit hoher Prozentzahl bestätigt werden (3.1, 3.3, 3.4, 3.7, 3.11, 3.13, 3.15, 3.20, 3.21, 3.22, 3.24). Parameter wie Rollenspiel, Fantasiewelten oder das Schlüpfen in Rollen zeigten keine eindeutige Relevanz. Interessant war, dass die Geschlechterverteilung bei 2 : 1 (männlich : weiblich) liegt und die Teilnehmer:innen in der Rückschau sagen, dass das PDA-typische Verhalten bereits zwischen 0 und 3 Jahren (45%) und 3 bis 6 Jahren (40%) deutlich wurde und dieses ab einem Alter von 3 bis 5 Jahren bereits so auffällig wurde, dass es als “pathologisch” bezeichnet werden könnte (48%). Bzgl. der gesicherten Diagnosen lässt sich zusammenfassend sagen, dass rund 70% der Kinder mit Verdacht auf PDA eine ASS und/oder eine ADHS Diagnose haben. Rund 30% der Kinder der Teilnehmenden haben keine oder andere Diagnosen.
Dass der Lightbulb-Moment und die Einführung der Panda-Strategien eine Veränderung im Umgang und Zusammenleben mit dem Kind bewirkt haben, fanden über 50% der Teilnehmer:innen.
An der Befragung nahmen 257 Personen teil. Die Zielgruppe der Befragung waren Familien/Elternteile, die von sich selbst sagen würden, dass bei ihrem Kind/ihren Kindern Verdacht auf PDA besteht und/oder bereits eine Diagnose z.B. mit einem Hinweis auf Vermeidungsverhalten vorliegt. Die Ergebnisse können zu weiterer Forschung anstoßen und als Ausgangsbasis für weitere Fragestellungen dienen.
Im Januar 2025 haben wir auf der Grundlage des gleichen Fragebogens eine weitere Befragung durchgeführt. Diesmal nahmen 551 Personen daran teil. Die Auswertung ist noch im Gange und die Resultate werden zu gegebener Zeit hier publiziert.
Wir danken allen Teilnehmer:innen für ihr Mitwirken.

👉 Download PDF: Erweiterter EDA-Q
DOKUMENT: PDF, A4, 2 Seiten
AUTOR: Brains in Mind
KEYWORDS: EDA-Q, Extreme Avoidance-Quetionnnaire deutsch, Orientierungstool PDA, kein Diagnostiktool für PDA
PREIS: kostenlos

👉 Download PDF: Ergebnisse erweiterter EDA-Q Dezember 2023
DOKUMENT: PDF, A4, 15 Seiten
AUTOR: Brains in Mind
KEYWORDS: Umfrage Ergebnisse EDA-Q, Umfrage Ergebnisse Extreme Avoidance-Quetionnnaire deutsch
PREIS: kostenlos
Broschüren & Hilfen für Familien
»Der Weg zum Pflegegrad bei neurodivergenten Kindern«
Ein digitale Broschüre für Eltern – Hilfe bei der Pflegegrad-Beantragung
Die ultimate Hilfe für die Beantragung oder Überprüfung des Pflegegrades bei neurodivergenten Kindern.
👉 Download PDF: Der Weg zum Pflegegrad
DOKUMENT: PDF, A4, 39 Seiten Deklarative Sprache Linda McMurphy
AUTOR:INNEN: Sarah Wiegand
HERAUSGEBER: Brains in Mind
KEYWORDS: Pflegegrad, Hilfe bei Beantragung
PREIS: kostenlos


Alltag mit PDA
Information
Die Komplexität von PDA und der passende Umgang damit stellt uns als Begleiter:innen und Familien immer wieder vor Herausforderungen. Oft entspricht die PDA-passende Haltung nicht dem, was gesellschaftlich »akzeptiert« ist – wodurch wir in ein Spannungsgefüge von »richtig/falsch« geraten.
Immer wieder kommt die große Verunsicherung, ob mein Weg der richtige ist, wenn er für meinen »Panda« passend scheint. Gewöhne ich mein Kind etwa an etwas »Falsches«? Verwöhne ich das Kind zu sehr? Mache ich mich zum »Diener«? Und wenn ja, ist das »richtig« so? Oder braucht es doch Strenge, Grenzen, Konsequenzen und müsste ich einfach nur mal härter durchgreifen?
Diese großen Unsicherheiten dominieren den Alltag vieler PDA-Familien und sorgen für eine Ambivalenz, die sich sehr negativ auf die Beziehung zu unserem Kind auswirkt.
An einem ganz konkreten Beispiel, welches sich so in einer unserer Gruppen gezeigt hat, haben wir für euch (mit Einverständnis der Mutter) die Stressoren des Kindes, die Regulationsmechanismen und den Umgang in so einer Situation »analysiert«. Das Ergebnis ist ein sehr gut nachvollziehbares »Protokoll« von Stress über Equalizing zu Meltdown und in die Regulation.
👉 PDF Download: Alltag mit PDA
DOKUMENT: PDF, A4, 2 Seiten
AUTOR: Brains in Mind
KEYWORDS: PDA Verstehen, Alltag mit PDA, Beispiel PDA
PREIS: kostenlos

Schule & Kommunikation
Hilfestellungen im Umgang mit PDA im schulischen Kontext
Ein PDA-spezifischer »Anamnesebogen« für Eltern bzw. Lehrkräfte, die ihren Unterricht und ihre Anforderungen auf neurodivergente Kinder einstellen möchten. Eltern und Lehrpersonen kommen ins Gespräch und können die Rahmenbedingungen für das neurodivergente Kind besser anpassen, so dass Schule gelingen kann.
DOKUMENT: PDF, A4, 4 Seiten der PDA Initiative + 1 Seite Deklarative Sprache
AUTOR: Brains in Mind
KEYWORDS: Schule, Hilfen, Verstehen
PREIS: 5,90 €
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Deklarative Sprache
DOKUMENT: JPG, A4
AUTORIN: Linda McMurphy, Übersetzung Brains in Mind in Absprache mit der Autorin
KEYWORDS: Deklarative Sprache
PREIS: kostenlos

Panda Strategien
DOKUMENT: JPG
AUTOR: Brains in Mind
KEYWORDS: PDA Panda Strategien
PREIS: kostenlos
